Frühjahrsputz fürs Auto
Kamilya

Wenn die Sonne vom strahlend blauen Frühlingshimmel lacht, fallen dir die Ablagerungen des vergangenen Winters deutlich ins Auge. Höchste Zeit für den Frühjahrsputz, und zwar nicht nur in der Wohnung. Dein Auto hat die Säuberung und Pflege sogar besonders nötig. Wir von CARIFY geben dir praktische Tipps mit auf den Weg, was du beim Frühjahrsputz nicht vergessen und gleich mit erledigen solltest.
Deshalb ist der Frühjahrsputz deines Autos so wichtig:
Bei Schnee und Kälte weisst du deinen fahrbaren Untersatz besonders zu schätzen. Im beheizten Auto bist du vor der Witterung geschützt. Matsch, Streusalz und Splitt können dir nichts anhaben, sie setzen aber dem Auto zu. Entfernst du die Kruste nicht, fördern die Rückstände Rost und Korrosion an allen Fahrzeugteilen und Materialien, mit denen sie in Kontakt kommen:
Unterboden
Radaufhängungen
Bremsen
Stossfänger
Lack
In der Folge wird Gummi porös, Kunststoff brüchig, Metall rostig und Lack stumpf. Mit guter Fahrzeugpflege nach dem Winter sorgst du dafür, dass wichtige Fahrzeugteile länger halten und du weniger Geld für Reparaturen ausgeben musst.
Wenn du denkst, mit einmal Waschstrasse ist es getan, irrst du. Auch der Innenraum sollte zum Winterende gründlich gereinigt werden. Nicht zuletzt ist jetzt auch die Zeit, um die Fahrzeugflüssigkeiten zu checken. Mit den Tipps von CARIFY strahlt dein Auto bald mit der Sonne um die Wette.
Reinigung von Innenraum und Exterieur

Vieles, was dir das Autofahrerleben im Winter leichter gemacht hat, brauchst du im Sommer nicht. Diesen überflüssigen Ballast kannst du getrost aus dem Auto holen und für den nächsten Winter einlagern:
Eiskratzer
Schneeketten
Warme Decken
Bei der Gelegenheit kannst du auch gleich einen abgelaufenen Verbandskasten tauschen und schauen, ob du das vorgeschriebene Warndreieck an Bord hast.
Danach geht es an die Reinigung der Fussmatten. Schüttele und klopfe zunächst ausserhalb des Autos den groben Schmutz heraus. Anschliessend saugst du sie gründlich ab. Dabei solltest du auch gleich prüfen, ob es unter den Matten feucht ist. Dann sollten sie erst einmal getrocknet werden, bevor du sie wieder ins Auto legst. Und auch feuchte Stellen im Auto selbst solltest du trocknen lassen, am besten in der Sonne, während die Autoscheiben einen Spaltbreit offen sind.
Staubsaugen und Reinigen der Sitze
Mit deinen Schuhen trägst du im Herbst und Winter Schmutz mit ins Auto. In der Folge sammeln sich im Fussraum des Wagens herabgefallene Blätter, Splitt und trockener Matsch. Auch wenn sich vieles davon in den Matten fängt, solltest du den Teppich darunter und rundherum einmal gut absaugen. Das gilt ebenso für den Kofferraum, in dem Schneeketten, Schlitten & Co. ihre Spuren hinterlassen haben. Auch die Polster befreist du mit dem Sauger von Krümeln. Entdeckst du Flecken auf den Sitzen, kannst du sie mit einem feuchten Schwamm oder Tuch und einem milden Reinigungsmittel oder Fleckenentferner behandeln. Ledersitze bleiben durch eine Lederpflege länger schön und geschmeidig, während Pflegemittel für Textilsitze die Kunststoffe vor UV-Strahlen schützen.
Scheiben und Cockpitpflege
Gönne allen Scheiben von innen und dem Innenspiegel eine Reinigung. Dann solltest du die Gummidichtungen an Fenstern und Türen säubern und auf poröse Stellen untersuchen. Mit einer Gummipflege bewahrst du die Elastizität des Materials. Dem Winterstaub auf dem Cockpit rückst du mit einem leicht feuchten Tuch zu Leibe. Ein Kunststoffpflegemittel schützt die Oberflächen und sorgt dafür, dass sie nicht so schnell erneut einstauben.
Autowäsche und Lackpflege

Nun geht es dem Schmutz aussen am Fahrzeug an den Kragen. Groben Schmutz entfernst du von Hand. Um die Krusten an den Radkästen zu lösen, reicht eine ausgediente Spülbürste. Besonderes Augenmerk sollte dem Wasserkasten zwischen Windschutzscheibe und Motorhaube gelten, den Blätter und Schmutz verstopfen können.
Um den Schmutz aus schmalen Ritzen und schwer zugänglichen Bereichen zu lösen, nutzt du einen Hochdruckreiniger. Achte darauf, mit dem Wasserstrahl nicht zu dicht an den Lack zu kommen. Etwa 30 cm Abstand reichen aus. Nun ist das Auto bereit für die Waschstrasse. Hier solltest du nicht geizen und der mehrgängigen Schaumwäsche in jedem Fall eine Unterbodenwäsche hinzufügen. Alternativ kannst du das Fahrzeug auch selbst in der Waschbox reinigen, wenn diese eine Unterbodenwaschfunktion hat. Denk dabei an die Radkästen und Felgen!
Welche Schäden der Winter am Fahrzeug hinterlassen hat, wird oft erst jetzt sichtbar. Höchste Zeit für eine gute Lackpflege! Kleine Kratzer kannst du selbst ausbessern, entweder mit einem Lackstift in der Farbe deines Wagens oder mit Politur. Das ist nicht nur Kosmetik, sondern schützt das darunter liegende Metall. Bei grösseren Kratzern beauftragst du besser eine Garage, bevor das Metall zu rosten anfängt. Winzige Kratzer im Lack sorgen mit der Zeit dafür, dass die Farbe verblasst. Du kannst sie mit einer Reinigungspolitur auffrischen, die kleine Kratzer wegpoliert. Eine Versiegelung mit Hartwachs schützt den Lack im Anschluss.
Check-up und Wartung
Hochgeschleuderter Schmutz kann die Scheiben und das Glas der Scheinwerfer beschädigen. Wichtig: Sprünge und Löcher in der Windschutzscheibe stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Nicht immer muss dann die Scheibe komplett erneuert werden. Fachfirmen können kleinere Schäden ausbessern. Nach dem Winter ist auch eine gute Zeit, die Scheibenwischerblätter zu tauschen.
Verkratzte Fahrzeugleuchten streuen das Licht nicht mehr optimal und können andere Verkehrsteilnehmer blenden. Mit Scheinwerferpolitur in unterschiedlichen Körnungen (grob und fein) lassen sich die Kratzer wegpolieren. Zu guter Letzt vergewissere dich, dass alle Fahrzeugleuchten in Ordnung sind. Defekte Leuchtmittel musst du umgehend ersetzen.
Was du ausserdem nicht vergessen solltest:
Scharniere fetten
Verriegelungen und Schlösser mit Kriechöl behandeln
Überprüfung von Flüssigkeiten und Ölwechsel
Das Motoröl für den Winter weist bei niedrigen Temperaturen optimale Viskosität auf. Wenn die Temperaturen steigen, solltest du es gegen ein Sommeröl tauschen oder eines, das deinen Motor in beiden Saisons gleichermassen gut schmiert. Checke den Stand der Fahrzeugflüssigkeiten wie Kühl- und Bremsflüssigkeit oder Scheibenwaschwasser. Letzteres gibt es mit Frostschutz für den Winter und mit einem speziellen Insektenreiniger für den Sommer. Es empfiehlt sich ein kompletter Wechsel der Waschflüssigkeit, denn als Mischung hinterlässt sie schmierige Rückstände auf der Scheibe.
Kontrolle der Reifen und Bremsen

Haben die Reifen weniger als 4 mm Profiltiefe (bei Sommerreifen sollten es mindestens 3 mm sein), ist es Zeit für einen neuen Satz Reifen.
Während des Reifenwechsels hast du einen guten Blick auf die Bremsscheiben. Wegen etwas Rost darauf musst du dich nicht sorgen, bei tiefen Rillen hingegen schon. Vielleicht sind dir dann ja auch bereits ungewöhnliche Geräusche beim Bremsen aufgefallen. Moderne Fahrzeuge haben oft eine elektronische Verschleissanzeige für Bremsen.
Organisatorische Tipps für den Autoputz im Frühjahr
Der Winter setzt besonders den Radläufen und dem Unterboden zu – beides Fahrzeugbestandteile, die du nur schwer einsehen kannst. Stelle sicher, dass du beim Frühjahrsputz gut an diese Stellen herankommst, um sie gründlich zu reinigen. Viel Zeit sparst du dir, wenn du alle nötigen Pflegemittel, Putzutensilien und Werkzeuge bereithältst.
Professionelle Unterstützung oder DIY?
Profis nehmen dir den Frühjahrsputz deines Autos gern ab. Das spart dir eine Menge Zeit, aber es kostet auch. Selbst wenn du eine Waschbox aufsuchst und die Arbeit selbst erledigst, ist der Service nicht umsonst. Warum also nicht wie früher das Auto in der heimischen Einfahrt waschen? Vorsicht, das ist mittlerweile nur noch eingeschränkt erlaubt. Reinigungsmittel darfst du dabei nicht verwenden. Und weil mit dem Dreck auch jede Menge Schadstoffe vom Auto ab- und ins Abwasser gespült werden, ist die private Autowäsche in einigen Orten ganz untersagt. Aus Gewässerschutzgründen solltest du also besser eine Waschanlage aufsuchen. Waschboxen bieten dir die nötige Ausstattung, um dein Auto zu waschen. Ob du das Auto selbst für die warme Saison klarmachst oder es in die Hände von Experten gibst, bleibt dir überlassen.
Fazit
Der regelmässige und gründliche Frühjahrsputz schenkt deinem Auto einige zusätzliche Jahre und erhält seinen Wert. Ausserdem halten viele Autoteile mit guter Pflege länger. Gute Gründe, es mit der Autoreinigung nach dem Winter genau zu nehmen. Waschstrassen sparen zwar Zeit, können aber winzige Kratzer im Lack hinterlassen. Am schonendsten reinigst du das Auto von Hand oder überlässt es Profis. Übrigens: Beim Auto-Abo von CARIFY ist Wartung in der Garage inklusive.
FAQs
Ist Spülmittel schlecht für Autolack?
Die in Spülmittel enthaltenen Fettlöser greifen die schützende Wachsschicht und Versiegelung auf Autolacken sowie die Gummidichtungen am Fahrzeug an. Deswegen solltest du dein Auto nicht mit Spüli waschen.
In welcher Reihenfolge wäscht man sein Auto?
Bei der Autowäsche gehst du von Grob zu Fein vor. Zunächst entfernst du von Hand, dann mit einem Hochdruckreiniger den groben Schmutz auch aus den Ritzen. Danach erfolgt eine gründliche Schaumwäsche und Unterbodenwäsche. Nach dem Abspülen trocknest du das Auto.
Wie bekommt man den Autolack wieder richtig sauber?
Am schonendsten und gründlichsten säuberst du dein Auto von Hand mit einem weichen Schwamm, der kaum Mikrokratzer im Lack verursacht, und einem geeigneten Reinigungsmittel.
Welches Putzmittel zum Autowaschen?
Ein spezielles Autoshampoo im Waschwasser löst den Strassenschmutz effektiv, ohne die Versiegelung des Lacks anzugreifen.
