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Maserati Grecale im Test: Der Komplettüberblick für die Schweiz

Maserati Grecale im Test: Der Komplettüberblick für die Schweiz

KamilyaKamilya

Maserati Grecale im Test: Der Komplettüberblick für die Schweiz

Der Maserati Grecale ist seit 2022 Maseratis Antwort auf das wachsende Luxus-SUV-Segment. Der kompakte Italiener positioniert sich gegen den Porsche Macan, den BMW X3 und den Alfa Romeo Stelvio und bringt etwas mit, das die deutschen Rivalen nicht bieten: italienische Emotionalität und den Dreizack auf der Motorhaube.

Dieser Ratgeber gibt dir den kompletten Überblick: Design, die vier Motorisierungen GT, Modena, Trofeo und Folgore, Innenraum, Schweizer Preise und einen ehrlichen Vergleich mit der Konkurrenz.

Was ist der Maserati Grecale?

Der Grecale trägt seinen Namen nach einem Mittelmeerwind. Er misst 4,87 Meter, bietet fünf Sitzplätze und verfügt serienmässig über Allradantrieb. Im Maserati-Line-up positioniert er sich unterhalb des grösseren Levante als kompaktes Premium-SUV. Seit der Einführung 2022 gibt es drei Verbrenner-Varianten plus den vollelektrischen Folgore.

Was den Grecale von typischen Mittelklasse-SUVs abhebt, ist die Verbindung von italienischem Design mit alltagstauglichem Raumangebot. Der Radstand von 2,90 Metern sorgt für einen überraschend geräumigen Fond, und der Kofferraum von 535 bis 570 Litern – bis 1'614 Liter bei umgeklappten Sitzen – übertrifft den des Porsche Macan deutlich.

Das Aussendesign des Maserati Grecale: Italienisches Design auf Höchstniveau

Front und Flanke: Der Dreizack im Mittelpunkt

Die Front des Grecale ist aggressiv und unverwechselbar: Der breite Kühlergrill mit dem Maserati-Dreizack dominiert, die Flanken sind skulptural geschwungen, und die 20- bis 22-Zoll-Räder betonen die breite Spur. Der Grecale sieht auf der Strasse anders aus als ein BMW X3, und genau das ist der Punkt.

Beim Folgore, der Elektrovariante, ist die Front geschlossener gestaltet, die Räder sind aerodynamisch optimiert. Das Design unterscheidet sich vom Verbrenner-Modell auf den ersten Blick.

Heck und Räder: Muskel und italienische Eleganz

Die Farbpalette umfasst bis zu elf Karosseriefarben. Wer es individueller will, findet über das Fuoriserie-Individualisierungsprogramm zahlreiche Möglichkeiten für Lackierungen, farbige Bremssättel und Innenraummaterialien. In einem Segment, in dem die meisten Fahrzeuge in Schwarz, Grau oder Weiss bestellt werden, ist das ein echtes Differenzierungsmerkmal.

Die Motorisierungen des Maserati Grecale im Überblick

Der Grecale bietet vier Antriebsvarianten, die ein breites Spektrum abdecken: vom vernünftigen Einstiegsmodell bis zur extremen Performance-Version.

Grecale GT: Der Einstieg mit 300-PS-Mildhybrid

2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 48-Volt-Mildhybrid, 300 PS, 0–100 km/h in 5,6 Sekunden. Sportlich und alltagstauglich, der zugänglichste Verbrenner. Preis in der Schweiz: ab CHF 99'500 inklusive Gratisservice.

Grecale Modena: 330 PS für noch mehr Fahrspass

Gleicher Motor, mehr Leistung: 330 PS, 0–100 km/h in 5,3 Sekunden. Verfeinerte Ausstattungsdetails gegenüber dem GT. Ab CHF 111'900.

Grecale Trofeo: 530 PS Nettuno-V6-Biturbo für Enthusiasten

Der Nettuno-V6-Biturbo stammt aus dem MC20-Supersportwagen und leistet 530 PS. 0–100 km/h in 3,8 Sekunden. Der Fahrdynamikspezialist im Line-up, für alle, denen ein Macan zu leise ist. Ab CHF 144'400.

Grecale Folgore: Der vollelektrische Maserati

Zwei Elektromotoren, 550 PS, 820 Nm Drehmoment, 105-kWh-Batterie. Im Modelljahr 2026 liegt die WLTP-Reichweite bei bis zu 580 Kilometern. 0–100 km/h in 4,1 Sekunden. Das Modelljahr 2026 brachte ein AWD-Disconnect-System: Wenn Allradantrieb nicht erforderlich ist, fährt der Folgore über die Hinterachse; die vorderen Antriebswellen werden dafür physisch von den Radnaben getrennt, um die Effizienz zu steigern. Preise und Verfügbarkeit können je nach Modelljahr und Händler abweichen.

Fahrleistungen und Fahrgefühl

Der Grecale vermittelt ein sportliches Handling, wenig Seitenneigung und eine präzise Lenkung. Der unverwechselbare italienische Auspuffsound ist bei den Verbrenner-Modellen ein zentrales Highlight und verleiht dem Fahrzeug einen eigenständigen Charakter.

Einschränkungen gibt es: ein leichtes Turboloch beim GT bei niedrigen Drehzahlen und eine minimale Verzögerung beim Anfahren nach einem rollenden Stopp im Stadtverkehr. Auf der Langstrecke und auf kurvigen Bergstrassen zeigt der Grecale seine Stärke als souveräner Gleiter und agiler Kurvenkünstler.

Innenraum des Maserati Grecale: Luxus mit italienischem Touch

Verarbeitung und Materialqualität: Premium mit kleinen Schwachstellen

Das volldigitalisierte Cockpit mit Doppelbildschirm und digitalem Kombiinstrument wirkt modern und hochwertig. Leder, Aluminium und Echtholz prägen den Innenraum. Beim Folgore kommen nachhaltige Materialien wie Econyl zum Einsatz. In den unteren Bereichen finden sich stellenweise härtere Kunststoffe, und vereinzelt fallen kleine Spaltmass-Ungenauigkeiten auf. Für den Preis könntest du eine makellose Verarbeitung erwarten, und hier muss Maserati nachbessern.

Infotainment: Volldigitales, Android-basiertes Cockpit

Das Infotainment-System basiert auf Android und reagiert flüssig. Der zentrale Touchscreen steuert Klimaanlage, Navigation und Fahrzeugeinstellungen. Die Einbindung von Apple CarPlay und Android Auto ist serienmässig. Die Bedienung ist intuitiv, auch wenn einige Funktionen tiefer in den Menüs liegen als nötig.

Platz und Kofferraum: Fürstlich bis 1'614 Liter

Der Radstand von 2,90 Metern sorgt für grosszügige Beinfreiheit im Fond. Der Kofferraum fasst 535 bis 570 Liter, bei umgeklappten Sitzen bis 1'614 Liter. Das ist mehr als beim Porsche Macan und vergleichbar mit dem BMW X3. Für Schweizer Familien, die Skis, Gepäck oder eine Hundebox transportieren, reicht das locker.

Maserati-Grecale-Preis in der Schweiz: Was musst du rechnen?

Neupreis der vier Grecale-Modelle in der Schweiz

Die konkreten Neupreise unterscheiden sich nach Modelljahr, Konfiguration und Händlerangebot. Als Orientierung nennt ein Schweizer Maserati-Händler für den Grecale Modena einen Katalogpreis von CHF 111'900 und für den Trofeo CHF 144'400. Den aktuellen Preis für GT oder Folgore sowie gültige Bonusprogramme und Konditionen erfährst du direkt beim Schweizer Maserati-Händler. Für offiziell importierte Neufahrzeuge ist laut Händlerangabe ein Swiss Free-Service Pack vorgesehen; prüfe den konkreten Leistungsumfang beim Kauf.

Unterhaltskosten, Versicherung und Wertverlust

Die Versicherungsprämie und die laufenden Kosten hängen stark von Fahrerprofil, Deckung, Motorisierung und Nutzung ab. Als Premium-SUV kann der Grecale im Unterhalt deutlich teurer ausfallen als ein vergleichbares Volumenmodell. Hole für Versicherung, Wartung und Wertentwicklung individuelle Offerten ein und vergleiche sie mit den Kosten eines BMW X3 oder Porsche Macan.

Wer den Grecale fahren will, ohne sich langfristig zu binden, findet mit einem Maserati im Auto-Abo eine Alternative: Versicherung, Fahrzeugsteuern und Service sind im Monatspreis enthalten. Mindestlaufzeit und weitere Abo-Details richten sich nach dem gewählten Angebot.

Maserati Grecale gegen den Mitbewerb

Maserati Grecale vs. Porsche Macan

Der Macan punktet insbesondere in der Elektrovariante mit höherem DC-Ladetempo. Beim Grecale stehen die exklusive Optik, der italienische Charakter, der grössere Kofferraum und die breite Motorenauswahl im Vordergrund.

Maserati Grecale vs. BMW X3

Der X3 bietet ein breites Händlernetz und eine sachlichere Ausrichtung. Der Grecale kontert mit mehr Emotionalität und Exklusivität. Welche Wahl besser passt, hängt davon ab, ob du ein besonders auffälliges Premium-SUV oder einen stärker auf Alltag und Vernunft ausgerichteten Begleiter suchst.

Maserati Grecale vs. Alfa Romeo Stelvio

Beide teilen italienische DNA und Plattformverwandtschaft. Der Stelvio ist je nach Ausführung günstiger. Der Grecale hat den höherwertigeren Innenraum, mehr Motoroptionen und das exklusivere Markenimage mit dem Dreizack.

Stärken und Schwächen des Maserati Grecale

Stärken: unverwechselbares italienisches Design, breite Motorpalette von 300 bis 550 PS, grosses Raumangebot mit Kofferraum bis 1'614 Liter, umfangreiches Fuoriserie-Individualisierungsprogramm und italienische Handwerkskunst im Innenraum.

Schwächen: potenziell hohe Unterhaltskosten in der Schweiz, verhaltenes DC-Ladetempo beim Folgore, harte Kunststoffe in den unteren Bereichen und eine Breite von 2,16 Metern inklusive Spiegeln, die in engen Schweizer Parkhäusern zum Problem werden kann.

Häufig gestellte Fragen zum Maserati Grecale

Ist der Maserati Grecale zuverlässig?

Zur Langzeitzuverlässigkeit des Grecale gibt es bislang keine belastbare, modellübergreifende Datenbasis. In einzelnen Erfahrungsberichten werden elektrische und technologische Probleme erwähnt. Prüfe die Garantiebedingungen des konkreten Neu- oder Gebrauchtfahrzeugs und kalkuliere mögliche Werkstattkosten sorgfältig ein.

Was ist der Unterschied zwischen Grecale GT, Modena und Trofeo?

Alle drei teilen die Grundarchitektur. Der GT mit 300 PS ist der Einstieg, der Modena mit 330 PS bietet mehr Leistung und eine feinere Ausstattung, und der Trofeo mit 530 PS und V6-Motor ist der Performance-Spezialist. Dazu kommt der Folgore als vollelektrische Variante mit 550 PS.

Wie weit kommt der Grecale Folgore mit einer Ladung?

Im Modelljahr 2026 liegt die WLTP-Reichweite bei bis zu 580 Kilometern. Die tatsächliche Reichweite hängt jedoch stark von Tempo, Temperatur, Topografie und Fahrstil ab; auf Schweizer Autobahnen und Bergstrecken fällt sie entsprechend niedriger aus. Für die meisten Alltagsstrecken in der Schweiz reicht eine Ladung in der Regel aus.

Ist der Maserati Grecale eine gute Wahl für den Kauf in der Schweiz?

Wenn du italienisches Design, Exklusivität und Emotionalität über reine Vernunft stellst: ja. Du bekommst ein Fahrzeug, das auf der Strasse auffällt und Fahrspass bietet, der sich bewusst vom BMW X3 abhebt. Du solltest aber bereit sein, mögliche höhere Unterhaltskosten zu tragen. Für budgetbewusste Käufer, die einen robusten Alltagsbegleiter suchen, sind die deutschen Alternativen die rationalere Wahl.

Wer den Grecale testen will, ohne sich sofort festzulegen, kann ein Fahrzeug für einen oder mehrere Monate abonnieren und sich danach entscheiden.

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