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E-Auto im Winter: wichtige Tipps, um Reichweite und Sicherheit zu optimieren

E-Auto im Winter: wichtige Tipps, um Reichweite und Sicherheit zu optimieren

KamilyaKamilya

E-Auto im Winter: wichtige Tipps, um Reichweite und Sicherheit zu optimieren

Dass kalte Wintertemperaturen der Batterie im Auto zu schaffen machen, ist nichts Neues. Das gilt umso mehr beim Energiespeicher eines E-Autos. Heizung und Licht beim Fahren beanspruchen ihn zusätzlich. Wirkt sich das massgeblich auf die Reichweite deines E-Autos aus? Wir von CARIFY gehen dieser und anderen Fragen und ums E-Auto im Winter nach.

Wie beeinflusst der Winter die Reichweite deines E-Autos?

Je nach Art und Alter deiner Batterie sinkt die Reichweite deines Stromers im Winter. Doch warum ist das so? Schuld sind nicht nur Stromfresser, sondern die Kälte selbst macht den Batterien zu schaffen. Wir erklären dir die Hintergründe.

Warum sinkt die Reichweite bei kalten Temperaturen?

Gleich mehrere Faktoren sorgen im Winter dafür, dass Batterien in Autos mehr leisten müssen als im Sommer.

  • Vor dem Start in winterlicher Kälte muss sich die Batterie erwärmen und verbraucht dabei bereits Strom.

  • Die Energie für die Heizung wird auch beim E-Auto von der Batterie gespeist, denn anders als beim Verbrenner kann nicht die Abwärme des Motors zum Heizen genutzt werden – das hat Auswirkungen auf die Reichweite.

  • Bei schlechter Witterung und Dunkelheit belastet die Beleuchtung die Batterie.

  • Der Rollwiderstand der Reifen erhöht sich bei Kälte und führt zu einem steigenden Energieverbrauch des Autos.

  • Viele E-Autos gewinnen Energie durch Rekuperation. Damit ist gemeint, dass sie Bremsenergie zurückgewinnen und zum Aufladen der Batterie nutzen. Dieser Vorgang ist bei kalten Temperaturen weniger effektiv und kann sogar gefährlich werden. Dazu später mehr.

Welche Auswirkungen hat die Batterie-Kälte?

Im Winter leisten Batterien Schwerstarbeit. Das liegt an folgenden Ursachen:

  • Kälte verlangsamt die chemischen Reaktionen in der Batterie, verringert ihre Kapazität und macht sie weniger energieeffizient. Die in den meisten Elektroautos verwendeten Lithium-Ionen-Batterien funktionieren bei moderaten Temperaturen am besten.

  • Der Innenwiderstand der Batterie steigt und verschlechtert insbesondere bei hohen Entladeströmen deren Leistung.

  • Die Ladezeiten verlängern sich, da die chemischen Reaktionen langsamer ablaufen. Das Batteriemanagementsystem der Ladesäulen verringert die Ladeleistung bei Kälte automatisch, um die Batterie nicht zu überlasten.

  • In extremer Kälte kann die Batterie selbst Schaden nehmen, etwa durch Rissbildung im Elektrolyt.

  • Lang anhaltende Kälte verkürzt die Batterielebensdauer

Tipps, um die Reichweite deines Elektroautos im Winter zu verbessern

Mit einigen Tricks kannst du die Reichweite deines Stromers im Winter trotz kalter Temperaturen verbessern. Als Erstes kannst du durch deine Ladegewohnheiten viel dafür tun, die Lebensdauer der Batterie zu verlängern.

  • Verzichte auf allzu häufiges Schnellladen, das die Batterie belastet.

  • Halte den Ladestand im Winter zwischen 40 und 80 %, um die Lebensdauer der Batterie zu maximieren. Es ist sogar ratsam, die Batterie voll aufzuladen, wenn du längere Strecken planst oder im Stau stecken bleiben könntest.

  • Verwende qualitativ hochwertige Ladegeräte, um Schäden an der Batterie zu vermeiden.

  • Mach das Fahrzeug leichter und entferne unnötigen Ballast.

Als Zweites solltest du mit für E-Autos geeigneten Winterreifen fahren und den Reifendruck an die herrschenden Temperaturen anpassen. Das verringert den Rollwiderstand. Wir verraten dir, worauf es sonst noch ankommt.

Vorheizen während des Ladevorgangs

Heize dein Auto vor dem Fahren auf, während es am Ladegerät angeschlossen ist. Dann ist das Auto nicht nur schön warm, wenn du losfährst – die dafür nötige Energie hast du von der Ladestation bezogen. Manche Fahrzeuge ermöglichen sogar das Vorheizen per Fernsteuerung durch eine App. Übrigens kannst du beim vorgewärmten Auto sogar aufs Eiskratzen verzichten und sparst noch mehr Zeit.

Eco-Modus aktivieren und Energie sparen

Moderne Elektroautos bieten mittlerweile häufig einen Eco-Modus, der Energie besonders effizient nutzt. Das Fahrzeug beschleunigt weniger und fährt insgesamt langsamer, wodurch weniger Energie verbraucht wird.

Sitz- und Lenkradheizung nutzen statt Luftheizung

Wenn du allein unterwegs bist: Anstatt die Heizung aufzudrehen, nutze besser die Sitz- und Lenkradheizung, um Energie zu sparen und nur den Fahrersitz aufzuheizen.

Fahre gleichmässiger und langsamer

Falls dein E-Auto keinen Eco-Modus hat: Ein gleichmässiger Fahrstil mit gemässigter Geschwindigkeit gilt generell als besonders energieeffizient. Nutze dafür am besten dein Tempomat. Im Winter, wenn Lichtverhältnisse und Witterung oft schlecht sind, ist ein langsamer Fahrstil sowieso die beste Wahl. Deine Batterie dankt es dir mit mehr Reichweite.

Pflege und Wartung deines E-Autos im Winter

Durch gute Pflege kannst du einiges dafür tun, die Leistungsfähigkeit deiner E-Auto-Batterie im Winter zu verbessern.

Lade dein Auto nach längeren Fahrten

Das Elektroauto nach der Fahrt mit niedrigem Akkustand stehen zu lassen, ist keine gute Idee. Durch die Selbstentladung der Batterie (für die Überwachungselektronik des Akkus, das Balancing und durch chemische Nebenreaktionen in den Zellen geht Energie verloren) reicht die Ladung sonst womöglich nicht aus, um die Batterie aufzuwärmen und die nächste Ladestation zu erreichen. Schlimmer noch: Bei kompletter Entladung drohen irreversiblen Schäden an der Batterie.

Ein Vorteil der Ladung direkt nach der Fahrt: Die Batterie ist bereits vorgewärmt und benötigt keine zusätzliche Energie zur Erwärmung.

In der Garage oder einem warmen Stellplatz parken

Wenn möglich solltest du das E-Auto an einem warmen Ort parken. Dann kühlt der Akku nicht so stark aus, und du sparst dir die Energie fürs Vorwärmen.

Batterie bei längeren Fahrten schützen

Mit den folgenden Tipps lässt sich die Reichweite auf winterlichen Langstrecken verbessern:

  • Durch die Nutzung des Energiesparmodus und vorausschauendes, nicht zu schnelles Fahren wird der Akku bei langen Fahrten geschont.

  • Versuche beim Nachladen unterwegs, auf Schnellladesäulen zu verzichten.

  • Verwende die sparsamere Sitzheizung oder drehe die Heizung einige Grad runter, um die Batterie zu entlasten.

  • Verzichte auf unnötige Stromverbraucher.

  • Halte Türen und Fenster geschlossen.

Sicher fahren bei Schnee und Eis

Kälte ist das eine, rutschige Fahrbahnen sind das andere: Das Fahren im Winter stellt in vieler Hinsicht eine Herausforderung dar. Beim E-Auto macht sich vor allem das höhere Fahrzeuggewicht bemerkbar, das den Bremsweg verlängert und ein Ausbrechen des Fahrzeugs begünstigt. Die Reifen dürfen beim unmittelbar anliegenden Drehmoment eines Stromers nicht durchdrehen. Deswegen solltest du auf spezielle Winterreifen setzen, die du an Bezeichnungen wie «E», «Elect» und «EV» erkennst.

E-Autos mit Heckantrieb geraten auf rutschiger Fahrbahn schneller ins Schleudern. Dem kannst du mit gemässigter Geschwindigkeit und nicht zu starkem Gegenlenken vorbeugen. In jedem Fall hilfreich: das Assistenzsystem ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm), das ein Ausbrechen des Fahrzeugs verhindert, indem es die Räder kontrolliert einzeln abbremst.

Nutzen der Rekuperation im Winter

Durch die sogenannte Rekuperation gewinnen Elektroautos beim Bremsen auf der angetriebenen Achse Energie zurück, wodurch sich besonders im Stau oder im Stadtverkehr die Reichweite erhöht. Leider fällt diese wundersame Energievermehrung bei Kälte deutlich schwächer aus. Ist die Fahrbahn glatt, kommt es ab Geschwindigkeiten von 50 km/h bei der Nutzung des regenerativen Bremsens schnell zu Gefahrensituationen. Elektrofahrzeuge mit Heckantrieb werden bei starkem Bremsen instabil und können sich sogar überschlagen, weil die Räder blockieren. Deswegen solltest du bei einem solchen Auto auf die Nutzung der Rekuperation im Winter besser verzichten, wenn du mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs bist. Hat dein Elektroauto einen für glatte Strassenverhältnisse angepassten Winter- oder Snow-Modus, rekuperiert es nur bei geringer Geschwindigkeit.

Angepasste Fahrweise bei glatten Strassen

Durch ihr hohes Drehmoment neigen E-Autos bei Glätte zu durchdrehenden Rädern beim Anfahren. Hier hilft es bereits, den Motor zu drosseln, etwa im Eco-Modus, und auf die optimale Bereifung zu setzen. Auf glatten Strassen gilt sowieso erhöhte Vorsicht. Du solltest vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit fahren, damit du in Gefahrensituationen rechtzeitig abbremsen kannst und damit das Fahrzeug nicht ins Schleudern gerät. Das gilt umso mehr beim E-Auto, dessen höheres Gewicht sich bei glatten Strassen bemerkbar macht. Wenn du noch nie im Winter E-Auto gefahren bist, solltest du ein Fahrsicherheitstraining absolvieren, um das Auto sicher beherrschen zu können.

Fazit

Neueren E-Fahrzeugen machen Minusgrade in der Regel wenig aus, und du wirst kaum Unterschiede in der Reichweite bemerken. Bei älteren Modellen und schwächeren Akkus solltest du jedoch mit Reichweitenverlusten rechnen. Um dem vorzubeugen und nicht im Winter mit deinem E-Auto liegen zu bleiben, helfen die Tipps und Tricks von CARIFY, die Reichweite der Batterie bei Minusgraden zu verbessern.

CARIFY hat übrigens eine grosse Auswahl an neuen oder neuwertigen E-Fahrzeugen im flexiblen Abo. Dank 1A-Wartung und bester Pflege sind alle unsere Fahrzeuge auch im Winter sicher unterwegs und lassen dich nicht im Stich.

FAQs

Wie lade ich mein Elektroauto im Winter am besten?

Am besten lädst du dein Elektroauto tagsüber, wenn es etwas wärmer ist. Alternativ bietet sich das Laden in einer Garage an. Besonders effizient lädst du bei Kälte, wenn du die Batterie vorgeheizt hast. Achte auf eine moderate Ladeleistung, damit die Batterie nicht überhitzt. Ladesäulen erkennen das bereits von sich aus und drosseln die Leistung zum Schutz der Batterie.

Wie wirkt sich Kälte auf die Batterie eines E-Autos aus?

Bei niedrigen Temperaturen verlangsamen sich die chemischen Reaktionen in der Batterie – mit Auswirkungen auf Kapazität und Reichweite. Die Kälte verlängert auch den Ladevorgang und macht die Rekuperation weniger wirksam.

Welche Fahrmodi sind im Winter besonders sinnvoll?

Angepasste Fahrweise und gemässigte Geschwindigkeit helfen im Winter generell dabei, sicher und unfallfrei ans Ziel zu kommen. Der Eco-Modus in modernen Stromern fördert einen gemässigten, gleichmässigen Fahrstil. Das lässt sich auch manuell oder mithilfe eines Tempomats erreichen.

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