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Auto importieren in die Schweiz: Kosten, Ablauf und was du beachten musst

Auto importieren in die Schweiz: Kosten, Ablauf und was du beachten musst

KamilyaKamilya

Auto importieren in die Schweiz: Kosten, Ablauf und was du beachten musst

Ein Auto aus dem Ausland in die Schweiz zu importieren kostet rund 12 bis 15 Prozent des Kaufpreises an Steuern und Gebühren. Bei einer Occasion aus Deutschland für EUR 25'000 sind das CHF 3'200 bis CHF 3'800, noch ohne CO2-Sanktion. Machbar ist es, gratis ist es nicht, und der Papierkram ist beträchtlich.

Ob du mit deinem eigenen Fahrzeug in die Schweiz umziehst oder im EU-Ausland ein besseres Angebot gefunden hast: Dieser Ratgeber führt dich durch jeden Kostenpunkt, jeden Schritt und jedes Dokument, das du brauchst. Er behandelt auch den Umzugsgut-Sonderfall, der dir Tausende sparen kann, und einen ehrlichen Vergleich mit dem Auto-Abo, für alle, die den Import schlicht umgehen wollen.

Was kostet der Auto-Import in die Schweiz?

Rechne mit rund 12 bis 15 Prozent des Kaufpreises an Steuern und Gebühren. Dieser Betrag deckt die Automobilsteuer, die Einfuhrsteuer (MWST) und die Verwaltungskosten ab. Bei neueren Fahrzeugen kann eine CO2-Sanktion bei Erstzulassung dazukommen und den Betrag nach oben treiben.

Automobilsteuer und Einfuhrsteuer

Die Automobilsteuer beträgt 4 Prozent, berechnet auf den Kaufpreis plus Transportkosten. Die Einfuhrsteuer (MWST) liegt bei 8,1 Prozent, aber die Berechnungsbasis umfasst den Kaufpreis, die Automobilsteuer und den Transport. Du zahlst also eine Steuer auf die Steuer, was viele Erstimporteure überrascht.

Seit 2024 erhebt die Schweiz keinen gewichtsbasierten Zoll mehr auf Industrieprodukte, vorausgesetzt du legst ein EUR.1-Formular vor, das die Herkunft des Fahrzeugs aus einem EU- oder EFTA-Staat bestätigt. Ohne dieses Formular drohen zusätzliche Abgaben an der Grenze.

CO2-Sanktion bei Erstzulassung

Wenn du ein importiertes Auto zum ersten Mal in der Schweiz in Verkehr setzt, fällt eine CO2-Sanktion an, sobald das Fahrzeug seinen individuellen Emissionszielwert überschreitet. Der Satz für 2025 und 2026 liegt bei CHF 95 pro Gramm CO2 über dem Zielwert. Bei neuen oder fast neuen Benzinern ist das oft der grösste Einzelposten im gesamten Importprozess. Ein Fahrzeug mit 160 Gramm CO2 pro Kilometer kann eine Sanktion von rund CHF 1'500 auslösen, zusätzlich zu allem anderen. Ältere Occasionen mit tieferem Verbrauch sind weniger betroffen. Wer ein Elektroauto importiert, zahlt keine CO2-Sanktion und kann zusätzlich von kantonalen Steuerbefreiungen und E-Auto-Subventionen profitieren.

Kostenbeispiel: Occasion aus Deutschland für EUR 25'000

Ein konkretes Rechenbeispiel macht die Kosten greifbar. Du kaufst einen gebrauchten VW Golf in Deutschland für EUR 25'000 netto (MWST bei Ausfuhr rückerstattet). An der Grenze rechnest du zum Tageskurs in CHF um. Die Automobilsteuer von 4 Prozent ergibt rund CHF 1'080. Die Einfuhrsteuer (MWST) von 8,1 Prozent auf den Gesamtbetrag bringt etwa CHF 2'280. Die Veranlagungsgebühr beim Zoll beträgt CHF 20. Eine MFK-Prüfung kostet CHF 50 bis CHF 100, und die kantonale Einlösung liegt bei CHF 50 bis CHF 150.

Gesamtkosten ohne CO2-Sanktion: rund CHF 3'200 bis CHF 3'800. Mit CO2-Sanktion für einen Verbrenner bei 160 Gramm pro Kilometer: zusätzlich rund CHF 1'500. Die Gesamtimportkosten landen bei etwa CHF 4'700 bis CHF 5'300. Das ist ein erheblicher Betrag auf den Kaufpreis, und diese Zahl musst du dem Preisvorteil des Auslandskaufs gegenüberstellen.

Der Ablauf Schritt für Schritt

Kauf im Ausland und MWST-Rückerstattung

Beim Kauf in einem EU-Land kannst du dir die dortige MWST erstatten lassen, indem du dem Verkäufer den Ausfuhrnachweis vorlegst. Halte den Kaufvertrag, den ausländischen Fahrzeugausweis und das Serviceheft bereit, bevor du zur Grenze fährst.

Eine Prüfung, die du vor dem Kauf machen solltest: Hat das Fahrzeug eine Schweizer Typengenehmigung? Das lässt sich über die Datenbank des Bundesamtes für Strassen nachschlagen. Mit Typengenehmigung läuft die Einlösung unkompliziert. Ohne Typengenehmigung brauchst du eine Einzelgenehmigung, die vier bis acht Wochen dauert und mehrere hundert Franken an Prüfgebühren kosten kann. Dieses Detail hat schon manchen Import torpediert, der auf dem Papier wie ein Schnäppchen aussah.

Zollanmeldung und Grenzübertritt

Die elektronische Zollanmeldung läuft über das System e-dec. Ab 2026 wird e-dec schrittweise durch Passar abgelöst. Prüfe, welche Plattform zum Zeitpunkt deines Grenzübertritts gilt.

Am Zoll legst du die Dokumente vor, bezahlst die Abgaben (Bargeld oder Zollkonto) und erhältst die Veranlagungsverfügung. Ein Praxistipp: Informiere dich vorher über die Öffnungszeiten und akzeptierten Zahlungsmittel des Zollamts. Nicht alle Grenzübergänge sind rund um die Uhr besetzt, und Kartenzahlung funktioniert nicht überall.

Abgastest, MFK und kantonale Einlösung

Nach der Verzollung brauchst du einen Abgastest bei einer autorisierten Garage. Dieser ist Pflicht vor der MFK. Dann gehst du mit dem Fahrzeug zur MFK beim kantonalen Strassenverkehrsamt. Bei bestandener Prüfung beantragst du die Einlösung und holst deine Kontrollschilder ab.

Der gesamte Ablauf, von der Grenze bis zu den Schildern am Auto, dauert ein bis zwei Wochen, wenn das Fahrzeug eine bestehende Typengenehmigung hat. Ohne Typengenehmigung rechne mit vier bis acht Wochen.

Welche Dokumente brauchst du?

Stelle diese Dokumente zusammen, bevor du die Grenze überquerst: Kaufvertrag, ausländischer Fahrzeugausweis, EUR.1-Formular für zollfreie EU-Einfuhr, Ausfuhr- oder Überführungskennzeichen, Reisepass oder ID, Veranlagungsverfügung des Zolls (nach Grenzübertritt), Abgastest-Zertifikat und Nachweis einer Schweizer Haftpflichtversicherung.

Wenn eines dieser Dokumente fehlt, kann sich der Prozess bei der MFK verzögern oder ganz ins Stocken geraten. Besonders das EUR.1-Formular wird häufig vergessen. Es muss vom Verkäufer oder Exporteur im Herkunftsland ausgestellt werden und bestätigt die Freihandelsherkunft des Fahrzeugs. Ohne dieses Dokument können zusätzliche Zollgebühren anfallen. Prüfe die komplette Liste, bevor du losfährst, und halte Kopien aller Dokumente digital bereit.

Sonderfall: Umzugsgut bei Wohnsitzverlegung

Wenn du deinen Wohnsitz in die Schweiz verlegst und dein eigenes Fahrzeug mitbringst, kannst du es als Umzugsgut anmelden. Zwei Bedingungen gelten: Du musst das Fahrzeug seit mindestens sechs Monaten besitzen, und du verpflichtest dich, es ein Jahr lang nicht zu verkaufen.

Der Vorteil ist erheblich. Du bist von der Automobilsteuer und der Einfuhrsteuer befreit. Bei einem Fahrzeug im Wert von CHF 25'000 sparst du über CHF 3'000 an Steuern. Die Anmeldung läuft über das Formular 18.44 beim Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG).

Wichtig: Du musst das Fahrzeug innerhalb der vorgeschriebenen Frist beim Zoll anmelden. Die Umzugsgut-Regelung gilt nur, wenn du sie beim Grenzübertritt oder zeitnah danach geltend machst. Wenn du das Auto zuerst regulär einführst und die Befreiung nachträglich beantragst, ist es in der Regel zu spät.

Viele Expats und Rückkehrer in die Schweiz erfüllen die Voraussetzungen, wissen aber nichts von dieser Regelung. Prüfe sie, bevor du deine Importkosten kalkulierst. Auf der Website des BAZG findest du das Formular und die vollständigen Bedingungen. Falls du gleichzeitig einen ausländischen Führerschein mitbringst, informiere dich über die Umschreibung und die 12-Monats-Frist.

Import oder Auto-Abo? Was sich wann lohnt

Der Import lohnt sich, wenn du ein bestimmtes Modell willst, das in der Schweiz deutlich teurer ist, und du das Auto über Jahre fährst. Erst ab einem Preisvorteil von über 15 Prozent gegenüber dem Schweizer Marktpreis geht die Rechnung auf, sobald du die 12 bis 15 Prozent Importkosten und die mögliche CO2-Sanktion einrechnest.

Ein Auto-Abo lohnt sich, wenn du die Importkomplexität vermeiden, kein Restwertrisiko tragen und flexibel bleiben willst. Bei CARIFY startet ein Abo ab CHF 199 pro Monat. Das Fahrzeug ist bereits in der Schweiz zugelassen, mit Service und Steuern im Fixpreis. Kein Zoll, keine MFK-Termine, kein Papierkram. Du suchst dir ein Auto aus, es wird geliefert, und du fährst.

Für Expats auf kürzeren Einsätzen oder für alle, die noch herausfinden, welches Auto zu ihrem Schweizer Alltag passt, räumt das Abo die Komplexität komplett aus dem Weg. Eine monatliche Fahrzeugmiete kann die Lücke ebenfalls überbrücken, bringt aber eigene Zusatzkosten mit. Du bindest kein Kapital, du trägst kein Restwertrisiko, und wenn sich deine Pläne ändern, gibst du das Auto zurück.

Für Langzeit-Einwohner, die genau wissen, welches Auto sie wollen und wo der Preisvorteil liegt, kann der Import über die Jahre Geld sparen. Aber sei ehrlich mit dir selbst: Der Preisvorteil muss die 12 bis 15 Prozent Importkosten und die investierte Zeit deutlich übersteigen, damit sich der Aufwand rechnet.

Lohnt sich der Auto-Import aus Deutschland finanziell?

Es kommt auf den Preisunterschied an. Rechne mit 12 bis 15 Prozent Importkosten plus CO2-Sanktion. Der Aufwand lohnt sich erst, wenn der Auslandspreis mindestens 15 Prozent unter dem Schweizer Äquivalent liegt. Unter dieser Schwelle fressen die Verwaltungszeit, Zolltermine und Einlösungsschritte den Preisvorteil auf.

Wie lange dauert der Auto-Import?

Mit vorhandener Schweizer Typengenehmigung: ein bis zwei Wochen von der Grenze bis zu den Schildern am Auto. Ohne Typengenehmigung (Einzelgenehmigung nötig): vier bis acht Wochen. Prüfe die Typengenehmigung vor dem Kauf, nicht danach.

Fazit

Ein Auto in die Schweiz zu importieren ist ein strukturierter Prozess mit planbaren Kosten. Aber diese Kosten summieren sich auf 12 bis 15 Prozent des Kaufpreises, bevor eine mögliche CO2-Sanktion dazukommt. Der Papierkram, die Zolltermine und die MFK-Prüfung brauchen Zeit und Planung. Wenn du für die Umzugsgut-Regelung qualifiziert bist, sparst du Tausende. Und wenn du den ganzen Prozess umgehen willst, bringt ein Auto-Abo bei CARIFY ab CHF 199 pro Monat ein in der Schweiz zugelassenes Fahrzeug zu dir, ohne Zoll, ohne Restwertrisiko und ohne Papierkram.

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